SoPa-Canvas

Selbstorganisations-/Partizipations-Canvas (SoPa-Canvas)

Eine erste Frucht aus meinen ursprünglichen Buchprojekt! Jetzt gibt es schon eine Überarbeitung für ein adaptiertes Buchprojekt: Die Newwork-Matrix.

Eine übersichtliche Seite mit ein paar Impulsfragen, die eine gute Standortbestimmung ermöglichst sowie eine zukunftsgerichtete Veränderung.

 

FRAGEN

Verbindendes – was ist das Gemeinsame:

  • Was ist unser gemeinsames Ziel?
  • Was ist unser Daseinszweck?
  • Was sind unsere Werte?
  • Was sind unsere Leitsätze/Prinzipien?
Organisationsform/ – gestalt:

  • Wie sind die einzelnen Menschen/Rollen verbunden?
  • Wie sind die Teams verbunden?
  • Wie ist unsere Organisation strukturiert?
Entscheidungsformen

  • Wie entscheiden wir?
  • Wer entscheidet was?
  • Wer sollte was wie entscheiden?
  • Wie können wir effiziente Entscheidungen mit hoher Einbindung erreichen?
Meetings

  • Welche Meetings gibt es bei uns? Wer, wann, wie häufig?
  • Wieso gibt es Meetings bei uns?
  • Könnten wir Meetings abschaffen?
Wholeness/ Tribespace (vgl. Laloux)

  • Welche Werte im Miteinander gibt es?
  • Wie leben wir diese Werte?
  • Was zeichnet uns als Gemeinschaft aus?
  • Was macht Freude am Arbeiten? Wieso kommen wir am Montag zur Arbeit?
Führungskräfte (FK)

  • Wie sind die FK legitimiert?
  • Wie werden FK evaluiert?
  • Wozu brauchen wir überhaupt FK?
  • Was ist das Rollenbild der FK?
Transparenz

  • Welche Informationen sind wie transparent?
  • Was ist nicht transparent und wieso?
Gehalt-/Gewinnverteilung

  • Wer legt die Gehälter/Gewinn-verteilung fest? Wieso?
  • Wie sind unsere Gehälter/Gewinne aufgeteilt?
Mit-Eigentum

  • Wem gehört das Ganze?
  • Welche Auswirkungen hat diese Eigentümerschaft auf unser Unternehmen?
  • Wie können wir mehr Mit-Arbeiter*innen zu Mit-Unternehmer*innen machen

Fragen als PDF

 

MÖGLICHE ANTWORTEN

Verbindendes – was ist das Gemeinsame:

  • Vision (vgl. Soziokratie)
  • Purpose (vgl. Laloux/ Holakratie)
  • Sinn
  • Geteilte Werte (vgl. GFK)
  • Spezielle Organisationskultur (z.B. Zappos)
  • Unterrnehmensphilosophie
  • Geschäftsmodell (Buurtzorg)
  • ???
Organisationsform/ – gestalt:

  • Hierarchie/Blume
  • Pfirsich-Organisation (Dezentralisation, vgl. Buurtzorg, Wallander Banker)
  • Matrix-Organisation
  • Projekt-Organisation (Task-Forces, vgl. W.L. Gore)
  • Prozess-Organisation (vgl. Tele-Haase)
  • Netzwerk-Orga (vgl. Verträge Morning-Star, Heiko Fischer)
  • Spider-Web?
  • Visa Alt (De Hook)?
  • Fraktale Organisation (S3-10.9)
  • Backbone Organisation (S3 – 10.8)
Entscheidungsformen

  • Eigenständig innerhalb meiner Rolle/Aufgabe (Rollenfürst)
  • Konsultativer Einzelentscheid
  • Konsent (kein schwerwiegende Einwand, vgl. Soziokratie/Holakratie)
  • Systemisches Konsensieren
  • Konsens (Zustimmung/ Veto)
  • Mehrheitsprinzip (3/4 oder 51% Mehrheit)
  • Basisdemokratie („alle über alles“) versus
  • Delegationsprinzip (vgl. Soz/, Phoenix)
  • Direktdemokratische Elemente/ Quorum
Meetings (vgl. Lencioni/Holakratie)

  • Daily standup
  • Weekly tactical (Arbeitsbesprechung)
  • Monthly governance (Grundsatz- und Rahmen-Entscheidungen)
  • Quarterly Stategic (Blick auf die längerfristige Ausrichtung)
  • Keine fixen Meetings/ on demand offen für alle
  • Nur Online (vgl. Premium-Cola)
Wholeness/ Tribespace (vgl. Laloux)

  • Wie eine Familie?
  • Corporate happiness (vgl. Opstalsbloom)
  • Gewaltfreie Kommunikation – direkte Kommunikation/ Konfliktkultur
  • Achtsamkeit (vgl. Sparda Bank)
  • Persönliche-/ berufliche Weiterentwicklung
  • Räumliche Gestaltung
  • Wertschätzungskultur/ Feiern
  • Offenheit, Echtsein als Mensch
Führungskräfte

  • Legitimiert Gewählt von den Mitarbeitern (vgl. Haufe Umantis, Soziokratie)
  • Rückmeldung/Evaluation von MA (vgl. Semco)
  • Amtsdauer + Leichtigkeit der Enthebung
  • Rollen: Coach, Mentor, Moderator
  • Entscheidungsmacht: groß/klein
  • Modell: Servant Leadership, Craftmannship
Transparenz

  • Offen für alle alles (inkl. Schulung zum Verstehen finanzieller Daten)
  • Eingeschränkt je nach Personenkreis
  • Nach außen: Gäste, Konkurrenz, Betriebsbesichtigungen, open technology
  • IT als Support (vgl. Buurtzorg)
Gehalt-/Gewinnverteilung

  • ·         Gemeinsam festgelegt (Grad der Beteiligung der MA)
  • ·         Maximale Gehaltsspreizung
  • ·         Mindestlohn/ Living Wages
  • ·         Aufteilung: Rücklagen,
  • ·         Beteiligung auch an Verlusten
Mit-Eigentum

  • Wenige Eigentümer
  • Bestimmte Zugangsbedingungen für alle
  • Jeder MA nach einer bestimmten Zeit
  • Neutralisierung: Stiftung (Endenburg, Autowelt Hoppmann)
  • Teilung der Mit-Verantwortung/ Haftung

Antworten als PDF

 

Ablauf/ Vorgehen für eine Veränderung: (nur ein Vorschlag von mir J)

  1. IST-ZUSTAND ermitteln
  2. SOLL-ZUSTAND (perfekte Organisation für uns) beschreiben
  3. KONKRETE ZIELE (smart innerhalb einer bestimmten Zeit – nächste Quartal/Jahr) festlegen
  4. KONKRETE MAßNAHMEN zur Zielerreichung festlegen
  5. HUTTRÄGER für einzelner BEREICHE/ZIELE bestimmen und mit Verantwortlichkeiten ausstatten (koordinieren die Umsetzung)

 

Das alles ist inspiriert vom OS-Canvas